Darf ich vorstellen? Meike Winnemuth!

Yes, I can – ich habe den ersten „Promi der Selbstversuchszene“ für ein Interview gewonnen: Meike Winnemuth. Ihr Buch raubte mir fast den Verstand.


 

In Zukunft möchte ich zwischen meinen Experimenten Leute vorstellen, die auch verzichten. Deshalb die neue Kategorie „Darf ich vorstellen?“

Ich hatte schon verschiedene Leute angefragt, darunter auch Jenke von Wilmsdorff. Alle habe abgesagt. Bis ich Meike Winnemuth anschrieb. Sie hat mir ein Interview zugesagt. Klasse!

Die Freude war groß, denn: Vor ein paar Monaten, als die Idee zu diesem Blog entstand, habe ich recherchiert, ob es Menschen gibt, die so etwas Ähnliches schon einmal gemacht haben. Lange habe ich erst mal nichts gefunden. Bis mir jemand einen Namen nannte: Meike Winnemuth.

Wer wird Millionär?

Als freie Journalistin schreibt sie unter anderem für „Stern“, „Geo Saison“ und „SZ Magazin“. Aber vor allem: Für mich ist sie die deutsche Mutter des Selbstversuches. Sie bestellte sich einen Callboy, ging in den Swingerclub, lebte vom Hartz-IV-Satz, zog ein Jahr lang ein blaues Kleid an – und schrieb darüber. Das kleine Blaue trug sie auch, als sie am 11. Oktober 2010 bei „Wer wird Millionär?“ eine halbe Million Euro gewann. Die 500.000-Euro-Frage lautete: „Wo befindet man sich der Wortherkunft nach, wenn man sich verfranzt hat?“ Der Publikumsjoker musste helfen. Ich hätte die Antwort auch nicht gewusst, obwohl ich mich täglich verfranze (Ich muss ja IMMER halten, was mein Name verspricht.)

Das große Los

Nach ihrem Gewinn reiste sie in zwölf Monaten um die Welt und besuchte zwölf Städte, in denen sie sich jeweils eine Wohnung für einen Monat mietete. Ihre Erfahrungen teilte sie mit der Welt in ihrem Reiseblog „Vor mir die Welt …“, dem mehr als 200.000 Leser folgten. Am 11. März 2013 erschien ihr neues Buch „Das große Los. Wie ich bei Günther Jauch eine halbe MIllion gewann und einfach losfuhr.“ Das Buch steht derzeit auf Platz sechs der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher.

Ich habe es an einem Tag durchgelesen. Es hat mich völlig fertig gemacht. Ich hatte das verlängerte Pfingstwochenende bei meinen Eltern im beschaulichen Mihla (Dorf in Thüringen) verbracht. Als ich wieder in Offenburg landete, kam mir die Kleinstadt plötzlich wie ein riesiger Kosmos vor. Und dann las ich dieses Buch. Ich wollte am liebsten sofort Koffer packen. Offenburg ist schön. Aber was musste die Welt erst zu bieten haben? Städte wie Mumbai, Sydney oder Buenos Aires? Ich wollte auf Weltreise gehen. Meinen Mini-Horizont erweitern.

Verfranzt

Während ich noch über mein Schicksal grübelte, rückte der Termin für das Interview immer näher. Auf einmal war es 18 Uhr. Oh, ich muss anrufen. Noch schnell das Aufnahmegerät klar machen? Zu spät. Naja, egal. Ich schreibe mit. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Denn wer schon mal ein Interview mit Frau Winnemuth im Fernsehen gesehen hat, weiß: Sie redet relativ schnell. Das wusste ich eigentlich auch. Naja, logisches Denken ist manchmal nicht so meins – ich habe mich mal wieder verfranzt.

Ob trotzdem etwas Sinnvolles dabei herausgekommen ist? Lest selbst.

P.S.: Was hättet ihr geantwortet auf die 500.000 Euro-Frage?

A. Flugzeug, B. Bibliothek, C. Bergwerk, D. Hochgebirge?

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