Tag 11: Shopping ohne Spiegel – die Zweite

An diesem Samstag habe ich es nicht mehr ausgehalten: Ich war seit meinem Geburtstag im April nicht mehr wirklich Klamotten shoppen. Der H&M mit seinen vielen Spiegeln zog mich magisch an. Ob ich schwach geworden bin?

Shoppen ohne Spiegel

Zwei Enten, ein Plan: neue Klamotten! 😀

Kennt ihr das? Mein ganzer Kleiderschrank kam mir von einem auf den anderen Tag so oll vor, ich MUSSTE einfach eine neue Klamotte kaufen. Ausgerechnet jetzt, wo ich auf Spiegel verzichte. Erst dachte ich noch, ich könnte diesen plötzlichen Anfall von Klamottenkauf-Verlangen wieder mit Online-Shopping überbrücken. Das mache ich öfters so: Ich surfe Stunden lang auf Seiten wie Asos und Co., um die besten Teile zu finden. Die Best-of-Liste, die daraus entsteht, perfektioniere ich gerne über Wochen oder sogar Monate – solange, bis es die Teile nicht mehr gibt, weil z.B. „plötzlich“ Herbst ist. Dann beginnt alles wieder von vorne. Auf die Art beschäftige ich mich mit Mode, was meine Sucht befriedigt – und spare trotzdem eine Menge Kohle. Doch am Samstag wirkte dieses Placebo plötzlich nicht mehr. Selbst wenn ich doch mal etwas bestellt hätte, hätte ich es nicht mehr ausgehalten. Ich wollte neue Klamotten. JETZT! Also musste dieses Mal meine Freundin Juliane als Modeberaterin herhalten.

Ein Anruf –  und eine Stunde später standen wir auch schon im H&M. Dort war es dann gar nicht so leicht, NICHT in den Spiegel zu schauen – schon die Türen der Umkleide sind ein einziger Spiegel. Aber Juli ist voraus gegangen und hat alles mit Klamotten zugegangen. Ausnahmsweise habe ich mich mal nicht über die Leute aufgeregt, die ihre Klamotten immer in der Umkleide liegen lassen … So konnte ich auch hier wieder der Versuchung wiederstehen, in den Spiegel zu schauen.

Was mir beim Shoppen mal wieder klar geworden ist: Dieses Experiment funktioniert echt nur mit der Hilfe anderer … Nicht nur beim Einkaufen, sondern schon morgens im Büro checken meine Kolleginnen, ob mein Make-up sitzt. Einmal habe ich mir aus Versehen mit der Wimperntusche einen schwarzen Strich an die Nase gemalt. Aber kein Problem: Meine Kollegin Jennifer hat einfach ALLES in ihrer Handtasche. Natürlich auch Make-up-Entferner. 😀

Sich auf andere verlassen – das ist einerseits nervig. Aber andererseits merke ich so, wie viele liebe Menschen ich um mich habe, denen ich vertrauen kann, wenn es darauf ankommt. Das macht mich gerade irgendwie happy!

Der Held dieses Tages war jedenfalls Juli: Ich hatte noch nie so viel Spaß beim Klamotten Anprobieren. 😀 Die Ausbeute: ein Rock, mal wieder eine Bluse und eine Kuscheljacke. Ob ich den Mut habe, die Sachen zu tragen, bevor ich mich selbst darin vor dem Spiegel gesehen habe? Mmmh, mal sehen. Was meint ihr? Aber da ich ja gerade übe, anderen komplett zu vertrauen, denke ich auf jeden Fall: Juli hat das bestimmt gut gemacht! 😀

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