Tag 6: Möhren-Risotto und Magenkrämpfe

Am Mittwoch komme ich das erste Mal richtig an meine Grenzen. Über die Nebenwirkungen der veganen Ernährung …

Möhren-Risotto, Attila Hildmann

Obwohl wir nicht alle Zutaten für das Gericht dahatten, schmeckte das Möhren-Risotto trotzdem echt lecker. Kein Wunder: Basti hat gekocht (Foto: Alexandra Franz).

Am Mittwoch hatte ich Glück: Es gab Tofu mit Reis und Mangosoße in der Kantine. In der Mittagspause telefoniere ich außerdem mit Dr. Kohlhaas und erfuhr das Ergebnis der Blutuntersuchung: Meine Werte sind soweit okay. Ich habe keinen Eisen- oder Vitaminmangel. Mein Cholesterinwert liegt um die 150 und ist damit erste (fettfreie) Sahne. Aber: Die Werte für Vitamin D und Vitamin B12 liegen im unteren Normalbereich. Darauf muss ich also in den nächsten Wochen verstärkt achten. Gar nicht so leicht – vor allem, wenn man sich vegan ernährt.

Lecker Möhrchen!

Abends hat Basti, der inzwischen die Pleite mit der Veggie-Bolognese überwunden hat, für mich gekocht. Es gab Risotto mit ganz viel Möhren, dafür aber ohne Reis. Aber auch das war sehr lecker. Für diejenigen, die versuchen, abends keine oder nur wenig Kohlehydrate zu essen, kann ich übrigens das Kochbuch von Attila Hildmann „Vegan for fit“ sehr empfehlen. Es enthält viele Gerichte, die fast nur aus Gemüse bestehen und trotzdem sehr gut schmecken.

Mein Magen spielt nicht mehr mit

Nach dem Abendessen erreichte ich dann einen neuen Tiefpunkt: Ich bekam plötzlich mörderische Bauchkrämpfe. Eigentlich war noch mit Freunden auf ein Bier verabredet. Doch keine Chance: Ich musste absagen. Ich verbringe den Rest des Abends auf der Couch – in Embryostellung mit einem warmen Kirschkernkissen auf dem Bauch. An Bastis Möhren-Risotto kann es nicht liegen, das besteht nur aus Schonkost. Zu viel Hülsenfrüchte? Es fühlt sich an, als würde mein Bauch mich anbrüllen: Spinnst du? Wirst du jetzt zur Kuh oder was? Um eine Lösung zu finden, google ich mit meinem Smartphone, das ich gerade noch in die Hände bekomme ohne aufzustehen, „Magenkrämpfe und vegan ernähren“. Ich lande auf einer Focus-Online-Seite, die behauptet, dass die meisten Veganer unter Blähungen leiden. Super. Das sind ja tolle Aussichten. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Vor allem, da mir Attila in seinem Buch doch versprochen hatte, dass man sich nach drei Tagen superfit, jung, dynamisch und besser als je zuvor fühlt. Davon merke ich bisher nichts. Auch ohne Magenkrämpfe bin ich irgendwie etwas schlapp. Ob das am plötzlichen Wetterumschwung liegt? Oder doch am Essen? Immerhin habe ich von einem auf den anderen Tag meine komplette Ernährung umgestellt … Dieses Experiment ist auf jeden Fall das schlimmste, was ich bisher gemacht habe.

P.S.: Inzwischen geht es mir besser. Hülsenfrüchte sind erst mal bis auf Weiteres von meinem Speiseplan gestrichen.

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3 Gedanken zu „Tag 6: Möhren-Risotto und Magenkrämpfe

  1. klausi sagt:

    verhungert ? verdurstet ? entkräftet…….man liest nichts mehr.
    Wie heißt es so schön: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft !!!

  2. Julie sagt:

    Ich bin begeistert von deinem Smartphone-Einsatz. Vegan ohne mobiles Internet? No way 😉

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