Ihr habt entschieden: Ich werde drei Wochen vegan leben

Daunenbett weggepackt, Nutella mal wieder nach ganz hinten in den Schrank geschoben und Kosmetik gecheckt – mein neues Experiment „vegan leben“ kann beginnen. Meine Ziele …

Vegane Kosmetik

Dank Anna aus dem LISA-Beauty-Ressort bin ich jetzt auch mit veganer Kosmetik versorgt (Foto: Alexandra Franz).

Am Ende hat „Leben ohne faul sein“ zwar noch mal kräftig aufgeholt. Doch „vegan leben“ blieb in der Facebook-Abstimmung mit 30 Stimmen trotzdem der absolute Sieger.

Ich war auch ganz froh, dass für „kalt duschen“ nur einer gestimmt hat. Doch dann habe ich festgestellt, dass es mal gar nicht so leicht ist, von einem auf den anderen Tag vegan zu leben. Also habe ich den Start für das neue Experiment zwei Tage aufgeschoben und den Feiertag am Donnerstag genutzt, um mich in Attila Hildmanns „Vegan for fit“ und diverse Foren über vegane Kosmetik hineinzulesen. Wer das Buch kennt: Nein, ich möchte nicht abnehmen. Ich werde auch weiterhin mal ein Weißmehlbrötchen essen und Zucker nicht aus meinem Speiseplan streichen. Wer das Buch nicht kennt: Genau das empfiehlt Hildmann in „Vegan for fit“. Warum ich trotzdem nach diesem Buch kochen werde? Ganz einfach: Es war das erste mit veganen Rezepten, das ich kurzfristig in die Hände bekommen habe. Eine Freundin hat es mir ausgeliehen (vielen, vielen Dank Verena, ich hoffe du brauchst es nicht so schnell wieder…). Attila Hildmann schreibt jedenfalls, man sollte vor Beginn Ziele festlegen.

Das sind meine Ziele für dieses Experiment:

1. Der Schwerpunkt des Versuchs liegt auf der veganen Ernährung. Sobald ich ahne, dass in dem, was ich essen will, Eier, Milch, Honig oder sogar Fleisch enthalten ist, werde ich es nicht essen. Den Hinweis „kann Spuren von Milch, Eier usw. enthalten“ will ich allerdings nicht berücksichtigen, da in diesem Fall definitiv zu viele Produkte von meinem Speiseplan verschwinden würden und ich schlicht nicht die Zeit dafür habe, komplett ALLES selbst herzustellen.

2. Ich will auch versuchen, bei Klamotten, Schuhen, Kosmetik usw. auf tierische Produkte zu verzichten. Meine Lederschuhe habe ich schon mal aussortiert (ich habe mehr Kunstlederschuhe als ich dachte …), mein Daunenbett weggepackt und mich mit veganer Kosmetik eingedeckt. Anna hat mit mir am Mittwoch nach Feierabend alle Schränke im LISA-Beauty-Ressort nach veganer Kosmetik durchsucht – die sind immer prall gefüllt mit Beauty-Produkten und allem, wovon Mädchen so träumen. Danke, danke, danke! Dadurch spare ich schon mal ziemlich viel Geld.

3. Klar ist aber auch: Es gibt nicht den einen Königsweg. Ich habe zum Beispiel meine Lieblingsschuhmarke Tamaris angeschrieben, um herauszufinden, ob sie bei Kunstlederschuhen Leim aus Tierknochen verwenden. Dazu habe ich von der Wortmann KG, zu der Marken wie Tamaris,  s.Oliver und Caprice gehören, folgende Antwort erhalten (liebe Veganer, bitte überlest den ersten Satz):

„Sowohl Leder, wie auch Wolle, stellen für uns sehr hochwertige Materialien dar, die von unseren Kunden sehr geschätzt und nachgefragt werden. Bei den weiteren vielfältigen Materialien, die bei einem Schuh zur Anwendung kommen, haben wir unsere Materiallieferanten mehrfach auf die Verwendung von Inhaltsstoffen, mit tierischem Ursprung, befragt. Unsere Befragungen, wie auch Prüfungen ergaben, dass nach unserem heutigen Kenntnisstand, es keine, weitere, bewusste Anwendung von Stoffen, tierischen Ursprungs in unseren Produkten gegeben ist.“
Andreas Burmeister, Wortmann KG Internationale Schuhproduktion

So weit, so gut. Das werde ich aber nicht bei allen Dingen machen können, die ich täglich so verwende. Komplett vegan leben wird mir sicher nicht gelingen – ich denke, bestimmt verwende ich immer noch Dinge, in denen „Tier“ drinsteckt, ohne dass ich es auch nur erahne. Aber ich will mich zumindest der Sache annähern und überall darauf achten, wo ich es weiß. Die Ausrede „Ich kann es sowieso nicht schaffen, also lasse ich es lieber gleich“ gilt ab sofort nicht mehr.

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