Tag 1: Make-up-Verzicht – fällt denn niemand etwas auf?

Ich war echt froh, als ich gesehen habe, dass die Mehrheit meiner Freunde für 21 Tage ohne Make-up gestimmt hat. Bis ich heute Morgen ohne Pomade im Gesicht aus dem Haus gehen musste …

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Ihr wollt mein Face ohne Make-up sehen? Ich weiß nicht … (Foto: Jennifer Seelig).

Zum Schluss stand es sieben zu vier: Insgesamt haben gestern Abend mehr Leute dafür gestimmt, dass ich auf Make-up verzichten soll. Als ich das gesehen habe, habe ich echt durchgeatmet. Denn auf Leben ohne Plastik hätte ich mich eigentlich länger vorbereiten müssen. Eine Klobrille aus Holz bestellen. Oder zumindest mal Wasser in Glasflaschen kaufen. Deshalb: Zum Glück „nur“ Leben ohne Make-up.

Ich war der Meinung, dass ich mich zwar schon gerne schminke. Dass es auf Partys schwer wird. Aber sonst bin ich ja eigentlich nicht so eine Schminktante. Ich benutze jeden Morgen BB Cream, Puder von Mac, Mascara, ein bisschen Rouge und in letzter Zeit auch gerne roten Lippenstift. Viele Frauen schminken sich jeden Morgen kunstvoll einen Lidstrich im Fifties-Style oder bürotaugliche Smokey Eyes. Dafür habe ich in der Woche nicht die Muße.

Augenringe statt frischem Teint

Heute Morgen bin ich deshalb ziemlich gut gelaunt aufgestanden. Erst als ich in den Spiegel geschaut habe, dachte ich: Oh mein Gott! DAS willst du der Welt heute ungeschminkt präsentieren? Da ich mal wieder bis tief in die Nacht an meinem Blog gebastelt hatte, waren die dunklen Augenringe in meinem Gesicht nicht zu

übersehen. Normalerweise würde ich jetzt eine Extraschicht Camouflage von Artdeco mit einem Spachtel auftragen, denn das überdeckt einfach alles. Ich benutze es seit Jahren. Normalerweise. Ohne Make-up aus dem Haus zu gehen, kostet mich dann wirklich Überwindung. Ich fühle mich irgendwie nackt. Und, ich kann es nicht anders sagen, auch hässlich. Als ich durch das gläserne Offenburger Medienpark-Gebäude laufe, begegnen mir wie immer top gestylte Frauen. So würde ich jetzt auch gerne aussehen. Ich schaue mir plötzlich alle Frauen ganz genau an – einerseits weil ich entsetzte Blicke erwarte, andererseits weil ich nach einer gleichgesinnten Frau suche, die auch kein Make-up trägt. Insgesamt begegnen mir zehn Frauen. Nur eine davon sieht nicht so aus, als wäre sie geschminkt.

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Mac-Make-up, Mascara von Isadora, niemals genug Lippenstift und jede Menge andere kleine Kostbarkeiten: Mein Make-up-Waffenarsenal musste heute Morgen leider geschlossen bleiben (Foto: Alexandra Franz).

Spätestens als ich in meiner Redaktion angekommen bin, erwarte ich, dass irgend jemandem etwas an mir auffällt. Doch nichts passiert! Alle arbeiten einfach so weiter. Okay, meine Kollegen haben wahrscheinlich mal wieder viel zu tun und sind deshalb abgelenkt, denke ich mir.

 

Wozu der Aufwand?

Beim Mittagsessen in der Kantine platzt aus mir heraus: „Ich bin heute hässlich!“ Wir hatten gerade über allgemeine Befindlichkeiten gesprochen. Meine Kolleginnen Adina und Juliane schauen mich etwas entsetzt an. Was hat DIE denn heute für ein Problem? Na, kein Make-up! Hallo?! Sieht man doch! Oder??? Fällt denn niemand auf, dass heute mein sonst so kunstvoll gezaubertes Make-up fehlt? Wozu betreibe ich schließlich jeden Morgen so einen Aufwand? Okay, man tut das ja für sich selbst und so. Blabla. Aber ich dachte schon, dass ich mit ein bisschen Make-up besser aussehe und das auch jemandem auffällt. Adina und Juliane haben jedenfalls nichts bemerkt.

Am Nachmittag will ich es dann richtig wissen: Ich verabrede mich mit meiner Freundin Tamara, die auch bei Burda arbeitet. Wir sehen uns fast täglich, auch am Wochenende. Sie kennt mich. Doch selbst Tamara fällt nichts auf. Danach frage ich noch ein paar Kolleginnen, ob sie irgend etwas bemerken. „Nö“, „Ich weiß nich“ und „deine Haare?“ sind die Antworten. Niemand hat heute bemerkt, dass ich ausnahmsweise kein teures Mac-Puder im Gesicht trage. Ich weiß noch nicht, ob ich das gut finde. Aber damit habe ich auf jeden Fall nicht gerechnet.

Ihr wollt Fotos? Ich habe gleich heute morgen welche gemacht und wollte sie posten. Aber ich bin noch nicht sicher, ob ich den Anblick wirklich der Welt präsentieren möchte …

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2 Gedanken zu „Tag 1: Make-up-Verzicht – fällt denn niemand etwas auf?

  1. juttakranz sagt:

    Fotos! Fotos! 🙂

  2. TT sagt:

    FOOOOOOOOOOOTOOOOO!

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