Nach dem Nutella-Verzicht: Selbst gemacht versus gekauft – Marmeladen im Test

Nachdem die Mieze-Schindler-Marmelade leer geworden ist, habe ich einige Marmeladen gekauft und mit Freundinnen getestet. Kann eine etwas teurere Konfitüre aus dem Supermarkt am Ende doch mit einer selbst gemachten mithalten?

Test Marmelade Frühstück

En garde: Die harte Jury bestand aus meinen Freundinnen Anne, Svenja und Tamara (v.l.n.r.) – bewaffnet mit einem messerscharfen Geschmackssinn (Fotos: Alexandra Franz).

Kurzes Update: Ich bin weg von der Nutella-Droge. Seitdem die 21 Tage abgelaufen sind, habe ich das Glas noch nicht wieder angerührt. Umso mehr stehe ich jetzt auf Marmeladen. Da die Mieze-Schindler-Marmelade ja nun alle ist, war ich im Supermarkt und habe bestimmt eine halbe Stunde im Regal gestöbert. Mein Ziel: Die ultimative Frühstücksmarmelade finden. Dabei habe ich auch nach Konfitüren geschaut, die ich sonst nicht kaufen würde, weil ich, naja, zu geizig wäre. Vielleicht mag ich die gekauften Marmeladen einfach nicht so gern, weil ich sonst immer nur die von der billigsten Sorte kaufe? Vielleicht können die Marmeladen aus dem Supermarkt ja doch mit einer selbst gemachten mithalten?

Um das herausfinden, traf ich mich letzten Sonntag zum Frühstück mit ein paar Freundinnen. Beim Mädelsfrühstück haben wir die etwas teureren Marmeladen der Sorten Frucht-Kiwi-Stachelbeere, Erdbeer-Johannisbeere und Pfirsich-Mango-Ananas mit der selbst gemachten von Anne verglichen. Wir haben nach Schulnoten bewertet, eins ist also das beste und sechs das schlechteste. Hier unser Testergebnis.

Mal etwas anders: Frucht-Kiwi-Stachelbeere von Göbber (1,49 Euro)

Kiwi, Marmelade, StachelbeereDiese Marmelade hatte ich gekauft, weil ich noch nie Kiwi auf dem Brot gegessen habe. Beim optischen Urteil gingen die Meinungen der Testerinnen sehr auseinander. Svenja meint: „Das sieht aus wie frisch verdaut.“ Ist das jetzt positiv? Wohl eher nicht. Tamara findet die Kompott-Optik dagegen lecker. Die Marmelade hat einen leicht säuerlichen Geruch und schmeckt vor allem nach Stachelbeere – Kiwi schmeckt dagegen niemand raus. Wer also – wie ich – einen intensiven Kiwi-Geschmack erwartet, wird enttäuscht. Beim Test stört aber vor allem eins: Immer wieder bleiben Kerne von Stachelbeere und Kiwi zwischen den Zähnen hängen. Wer mir sagen kann, wie ich elegant zwischen den Schneidezähnen verkeilte Kiwikerne entfernen kann, schreibt mir bitte!

Mein Fazit: Wer eine leichte Säure in der Marmelade mag und gerne Kerne zwischen den Zähnen hat, ist hier richtig.

Insgesamt gaben wir der Marmelade die Note 3.

Die Exotische: Pfirsich-Mango-Ananas von Schwartau (1,99 Euro)

Schwartau Marmelade Mango TestBeim Öffnen fällt mir zunächst ein intensiver Geruch nach Ananas-Aroma auf – obwohl das Etikett verspricht: ohne Zusatz von Konservierungs-, Farb- und Aromastoffen. Mmmh, komisch. Geschmacklich sind sich die Mädels nicht einig. Die Bewertungen reichte von „echt lecker“ bis „zu süß“ und „künstlich.“

Mein Fazit: Ich kann mir nicht helfen, diese Marmelade schmeckt künstlich.

Note: 3,1

Klassiker plus x: Erdbeer-Johannisbeere von Göbber (1,99 Euro)

Marmelade Test Göbber erdbeer-JohannisbeerDiese Marmelade riecht richtig schön fruchtig. „Wie ein Erdbeer-Daiquiri“, meinen die Mädels. Okay Leute, denkt nicht immer an Alkohol! Also zurück zum Test: Vor allem die Konsistenz ist nicht schlecht, schön cremig, ohne Kerne.

Mein Fazit: Von den gekaufte die einzige Marmelade, die keiner von uns überhaupt nicht schmeckte.

Note: 2,4

Selbst gemachte Marmelade von Anne (unbezahlbar)

Im Vergleich zu den gekauften Marmeladen riecht die selbst gemachte sofort viel intensiver. Uns gefiel besonders die Konsistenz: Erst wie ein Gelee, doch beim liebevollen Aufstreichen ist Annes Marmelade schön cremig. Svenja findet die Marmelade zwar sehr süß. Doch der Fruchtgeschmack ist eben nicht künstlich – das überzeugt. „Ein intensives Fruchterlebnis,“ meint Tamara. Klingt zwar wie aus der Werbung, stimmt aber tatsächlich.

Note: 1,6

Mein Gesamtfazit: Ich bin doch etwas enttäuscht. Zwar hatte ich schon befürchtet, dass die selbst gemachte Marmelade gewinnt. Doch ich hätte nicht gedacht, dass die schön verpackten Konfitüren aus dem Supermarktregal, die ich sonst nie kaufen würde, so schlecht abschneiden. Selbst wenn ich beim Marmeladenkauf mal nicht auf den Preis achte, lässt sich also nicht viel herausholen. Selbst gemacht und handgerührt bleibt eben doch das beste.

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Ein Gedanke zu „Nach dem Nutella-Verzicht: Selbst gemacht versus gekauft – Marmeladen im Test

  1. 52teller sagt:

    Kritisch, kritisch liebe Alex 😉 Aber du hast Recht: Es geht nichts über selbstgemacht!!

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